Tierschutzverein Kronach und Umgebung e.V.
Die Geschichte des Tierschutzvereins Kronach und Umgebung e.V.
1953
Der Tierschutzverein Kronach und Umgebung e. V. wurde in der schwierigen Nachkriegszeit gegründet – einer Zeit, in der Tierschutz kaum Beachtung fand. Dennoch fanden sich acht engagierte Tierschützer zusammen, die zuvor Kontakt zum Tierschutzverein Lichtenfels hatten, und hielten im Deutschen Haus die Gründungsversammlung ab. Nach der ersten öffentlichen Versammlung wuchs die Mitgliederzahl schnell auf 57 an.
Die Anfangsjahre waren von großen Herausforderungen geprägt. Finanzielle Mittel fehlten, und die Versorgung der Tiere erfolgte in provisorischen Unterkünften. Erste Hundehütten wurden im Hof der Kronacher Polizei am Rathausplatz aufgestellt, mussten jedoch später aufgrund von Beschwerden verlegt werden. Danach fanden herrenlose Tiere vorübergehend an der Ruxmühle nahe des Krankenhauses eine Bleibe.
Am 01. April 1955 erhielt der Verein mit der offiziellen Eintragung und der Verabschiedung seiner Satzung einen rechtlich verbindlichen Status.

1963
Die neugewählten Vorsitzenden Dr. Gocke und Elfriede Baldauf nahmen Verhandlungen mit dem Landwirt Berthold Friedlein auf und pachteten ein Grundstück auf dem Kreuzberg, wo auch heute noch das Tierheim steht. Damals war es aber nur eine ungeheizte Baracke mit fünf Boxen, die eigentlich nur für den Sommer geeignet war. Herr Friedlein half jedoch mit, indem er einen Behelfszwinger baute und ab und zu Hunde und Katzen zu sich nahm.

1968
Zum dritten Mal stand ein Vorstandswechsel statt. Tierarzt Dr. Müller wurde zum ersten Vorsitzenden, Frau Baldauf blieb zweite Vorsitzende. Im gleichen Jahr schloss der Kreistag Kronach ein verpflichtendes Abkommen mit dem Tierschutzverein, das den Gemeinden empfahl, pro Einwohner 20 Pfennig im Jahr an den Tierschutzverein abzugeben. Der Tierschutzverein benötigt dieses Geld, um Fundtiere medizinisch zu versorgen und artgerecht unterzubringen.

1974
Reinhard Eckert wurde zum 1. Vorsitzenden und Matthias Länger zum 2. Vorsitzenden gewählt. Herr Eckert blieb über mehrere Amtsperioden hinweg 1. Vorsitzender.

1987
Hannelore Kohl wurde zur ordentlichen Vorsitzenden gewählt. Zweiter Vorsitzender wurde Klaus Barnickel.

1990
Bei den Neuwahlen wurden Klaus Barnickel einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt und Frau Kohl übernahm das Amt der 2. Vorsitzenden. Unter der neu gewählten Vorstandschaft wurde eine grundlegende Tierheimerweiterung und Sanierung durchgeführt. Voraussetzung für den Neubau war der Abschluss eines neuen langfristigen Pachtvertrages mit dem Verpächter Hr. Friedlein, wobei die Pachtfläche auf ca. 3000m² erweitert wurde. In diesem Zuge musste auch eine neue Zufahrtsstraße gebaut werden. Ein weiterer großer Schritt war der Einbau der Zentralheizungsanlage. Der Neubau umfasste: 15 Hundeboxen, 12 Katzenquarantäneboxen und 2 Hundequarantäneboxen. Für die Finanzierung dieser Baumaßnahmen waren umfangreiche Verhandlungen mit Kreis, Städten und Gemeinden notwendig. Die Höhe der Gesamtbaumaßnahmen beliefen sich auf ca. 1 Mio DM.

1990-1995
Im Anschluss an den Neubau wurde die Ostseite des alten Tierheimgebäudes Schritt für Schritt in Eigenleistung saniert.. Dies umfasste auch den Bau von 2 neuen Katzenhäusern mit großen Ausläufen, den Bau einer Vogelvoliere mit Innenraum sowie den Bau einer Kleintieranlage mit 2 großen Ausläufen. Um die Versorgung unserer Tiere langfristig sicherzustellen wurde mit den Städten und Gemeinden im Landkreis eine Pauschale von 0,50 DM pro Einwohner pro Jahr vereinbart.

2010
Im Ausblick auf die kommenden Jahre galt es, neben den alljährlichen Veranstaltungen und Arbeiten, vor allem die Weichen für ein künftiges Tierheim zu stellen. Wie der 1. Vorsitzende Klaus Barnickel berichtete, wird der in 2018 auslaufende Pachtvertrag wahrscheinlich nicht verlängert, so dass man sich bereits frühzeitig um eine neue Unterkunft bemühen müsse. Dies ist mit Sicherheit die größte Mammutaufgabe, welche auf die neue Vorstandschaft zukommt. Ziehe man ein Bauvorhaben in Betracht, müsse man bereits jetzt entsprechende Rücklagen bilden.

2011
Im Juli 2011 gelang es dem 1. Vorsitzenden Klaus Barnickel und dem Kassenwart Rainer Meserth nach jahrelangen Verhandlungen, das bisher gepachtete Gelände zu erwerben. Insgesamt konnten über 17.000 m² Gelände um das Tierheim gekauft werden. Das war ein entscheidender Meilenstein zum Erhalt des Tierheimes. Die Alternative wäre ein Neu- und Umbau der alten Fliegerhalle, welcher aber mit immensen Kosten und Auflagen verbunden gewesen wäre. So konnten große Freiflächen für den jährlichen Tag der offenen Tür, für Hundetrainings oder einfach zum Herumtoben für Hunde und Ausführer geschaffen werden. Weiterhin konnten 15 neue Parkplätze direkt am Tierheim angelegt werden. Der Außenputz des Neubaus am Tierheim Kronach wurde im Herbst 2011 angebracht. Diese Maßnahme war ein wesentlicher Teil der Fertigstellung des Gebäudes.

2013
Im März 2013 konnte der Tierschutzverein die alte Fliegerhalle vom Aero-Club Frankenwald e.V. erwerben, welche als dringend notwendige Lagerhalle genutzt werden kann. Im gleichen Jahr wurden auch angrenzende Flächen um die Halle herum erworben sowie ein Leitungsrecht für Wasser und Stromversorgung. Insgesamt wurde eine Fläche von zusätzlichen 18.000 m² erworben. Im Anschluss an den Kauf wurde die Halle und ihr Umfeld saniert. Wege, Stellplätze, Kanalisation und eine Zisterne wurden angelegt und das Umfeld großzügig gerodet. Im Tierheim selbst wurde ebenfalls eine Zisterne geschaffen und zeitgleich eine Erneuerung der Wasser- und Stromzufuhr durchgeführt. In den Folgejahren entsteht weiterhin eine großzügige Heckenbepflanzung rund um das Tiermeingelände und ein neuer Trainingsfreilauf für unsere Hunde.

2015
Die Einwohnerpauschale, die nun seit 20 Jahren unverändert geblieben ist, reichte nun in keinster Weise mehr aus. Eine Anpassung war längst überfällig. Mit den Städten und Gemeinden wurde der Dienstleistungsvertrag zur Aufnahme und Versorgung von Fundtieren auf 1,00 Euro pro Person pro Jahr erhöht und bildete so eine solide Basis für die finanzielle Grundabsicherung für die kommenden Jahre.

2019 & 2020
Bei unserem diesjährigen Tierheimfest durften wir unser neues Tierheimauto (Peugeot) von der Fa. Greive-Sozialsponsoring entgegennehmen. Dank vieler Sponsoren in unserem Umkreis und dem tollen Einsatz von Greive-Sozialsponsoring können wir nun unsere täglichen Aufgaben erledigen. Die Auswirkungen der Pandemie war für den Verein ab 2020 finanziell und organisatorisch schwierig. Aufgrund der Lockdown-Bestimmungen mussten wichtige Veranstaltungen wie das Tierheimfest abgesagt werden, was zu einem deutlichen Rückgang der Einnahmen und Spenden führte. Wie bundesweit zu beobachten war, stieg auch in der Region das Interesse an Haustieren während der Pandemie stark an, was die Arbeit des Vereins bei der Beratung und Vermittlung intensivierte. Auch das Gassigehen war nur noch mit enormen Sicherheitsauflagen möglich.

2025
Das Jahr 2025 bringt große Herausforderungen und spannende Neuerungen. Neben dringend notwendigen Sanierungen erhält das Tierheim ein völlig neues Design! Unsere Website und unser Logo wurden überarbeitet, und eine moderne Farbpalette sorgt für einen frischen, zeitgemäßen Auftritt. Mehr dazu im Beitrag: „DAS TIERHEIM KRONACH ERSCHEINT IN NEUEM DESIGN“.
Trotz des neuen Looks bleiben unsere Grundsätze unverändert: Einsatz für Tiere in Not, Offenheit gegenüber Unterstützern und das Ziel, jedem Tier ein liebevolles Zuhause zu bieten. Mit der Sanierung der Katzenquarantäne haben wir im Februar 2025 begonnen. Unter der Seite „Umbau“ unter „Unser Tierheim“ könnt ihr Schritt für Schritt unsere Sanierung begleiten.

